Inhalt - Lautsprecherbau
Der Lautsprecherbau

Wer sich die Grundlagen in der Rubrik schon durchgelesen hat oder Sie anderswo erworben hat der weiß nun schon worauf es ankommt, was der Frequenzgang zu bedeuten hat, dass es verschiedenste Ausführungen und Kombinationen von Schallwandlern, Gehäusetypen, Abstimmungsarten usw. gibt.
Wer sich nun dazu entschieden hat selbst eine Lautsprecherbox aufzubauen, der hat als allererstes einmal die Qual der Wahl. Folglich würde man mit einer Reihe von Formeln und Tabellen versuchen geeignete Abstimmungen zu finden die zu einem theoretisch guten Ergebnis führen sollten.
Warum dieser Artikel aber von der „normalen“ Methode abweicht wird folglich erklärt:

Das Gehör ist speziell im Mitteltonbereich sehr sensibel, so dass es sehr wichtig ist ein Mehrweg-System gut abzustimmen. In der Praxis ist auch unter zu Hilfenahme von Berechnungssoftware und Frequenzverläufen vom Hersteller eine Abstimmung nicht abgeschlossen bevor das Ergebnis auch mit entsprechenden Messgeräten und Methoden kontrolliert und eventuelle Abweichungen korrigiert worden sind. Mit einer Berechnungssoftware können zwar einige Daten eines Systems berücksichtigt werden, jedoch nicht alle, so dass das Ergebnis nur eine Annäherung ist.
Um das errechnete Ergebnis zu kontrollieren, was in den meisten Fällen nötig ist, wird im Normalfall ein akustisch optimierter Raum verwendet der Störende Reflektionen bei Messungen minimiert. Sowohl dieser Raum als auch die zugehörigen Messinstrumente stehen den meisten Menschen nicht zur Verfügung.
Aufgrund dieser Tatsachen und der in „Das menschliche Gehör“ beschriebenen Grundlage, rate ich davon ab eine Mehrweg-Lautsprecherbox mit zugehöriger Frequenzweiche, Wahl der Schallwandler, Abstimmung des Gehäuses usw. vollständig selbst zu konstruieren!

Die Empfehlung lautet daher, das „Unmögliche“ dem Hersteller zu überlassen und bei der Gehäuseausführung kreativ zu werden. Von verschiedenen Herstellern werden zum Lautsprecherprogramm auch Bausätze angeboten die bereits fertig abgestimmt und erprobt sind. Zu den Bausätzen wird dabei mindestens das Gehäusevolumen und Gehäusetyp angegeben und teilweise auch die Abmessungen der Box. Wichtig dabei sind die Gehäusevolumen und auch die Positionen der einzelnen Schallwandler.
Die Position von Bassreflexrohren ist unkritisch, sie könne sowohl vorne auf der Schallwand angebracht sein, als auch hinten, sie sollten allerdings so positioniert werden das bei der späteren Aufstellung 10cm Platz bis zur nächsten Raumwand bzw. bis zum nächsten Hindernis bleibt.
Ein großer Vorteil angebotener Bausätze ist, dass sie oft viele Zubehörteile enthalten, wie Dämmwolle, Schrauben, Kabel, Frequenzweichen, usw.

Firmen die Bausätze anbieten sind unter Anderem:
-Visaton
-Mivoc
-Monacor


Für alle die trotz der Hindernisse bezüglich Abstimmung selbst und vollständig konstruieren möchten sei hier das Handbuch der Lautsprechertechnik aus dem Hause Visaton ans Herz gelegt. Hier sind alle nötigen Details beschrieben die einen vollständigen Aufbau ermöglichen. 
Ein weiters nützliches Werkzeug für alle interessierten ist eine Software der Firma Visaton die zur vollständigen Berechnung einer Lautsprecherbox einschließlich Frequenzweichen herangezogen werden kann. Den kostenlosen Download gibt es unter <http://www.visaton.de/de/literatur/software/downloads/index.html>











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