Schall und Gehör

Schall
Fast jede Grundlage im Bereich der Lautsprechertechnik baut darauf auf, das bekannt ist was Schall ist wie er sich aufbaut. Die meisten wissen das Schall Schwingungen in der Luft sind. Schwingungen heißt dabei eigentlich Druckschwankungen. Wenn wir uns die Schall Erzeugung mit einem Lautsprecher vorstellen, passiert folgendes. Während die Membrane des Lautsprechers schwingt bewegt sie sich nach vorne und nach Hinter. Bei einem Hub nach vorne wird die Luft vor der Membrane dabei zusammengedrückt, so dass ein Überdruck entsteht. Danach bewegt sich die Membrane nach hinten und erzeugt einen Unterdruck. Beides- sowohl Unter- als auch Überdruck bwegen sich in der Luft fort, wie die Wellenkreise die entstehen, wenn man ein Stein ins Wasser wirft.

Auf diese weise ist ein Lautsprecher in der Lage Schall zu erzeugen. Und das Ohr kann seinerseits diese schnell aufeinanderfolgenden Druckänderungen wahrnehmen.
Hier und in anderen Erklärungen über das Thema Schallwellen ist hin und wieder die Rede von „Wellentälern“ und „Wellenbergen“ damit sind die zwei Schwingungshälften gemeint. Die „Täler“ stellen Unterdruckregionen dar und die „Berge“ Überdruckregionen. 
Die Lautstärke einer Schallwelle ergibt sich dabei aus der „Berghöhe“ bzw. dem Maximal-Überdruck  und   der „Taltiefe“ bzw. dem Minimal-Unterdruck. Die Frequenz bezeichnet wie viel Zeit bei einer Schwingung oder einem Berg und einem Tal vergeht. Je kürzer die Zeit für eine Schwingung, desto höher ist die Frequenz.


Das menschliche Gehör
Das menschliche Ohr ist keinesfalls bei jedem Ton gleichermaßen sensibel. Es gibt Töne die das menschliche Ohr überhaupt nicht wahrnehmen kann. Im Tonbereich in dem die verbale Kommunikation stattfindet ist das Ohr z.B. sehr sensibel, schon kleine Störgeräusche oder Lautstärkenänderungen werden schnell wahrgenommen. Der Mitteltonbereich ist außerdem im Audio bereich meist sehr komplex, es werden viele Instrumente gleichzeitig in unterschiedlichen Lautstärken wiedergegeben. Auch die Umgebung in der ein Instrument sich befindet wird vom Menschen über die Ausprägung des Nachhalls im Mitteltonbereich wahrgenommen. Ein Instrument das in einem Badezimmer abgespielt wird hört sich anders an als wenn es in einem gut bedämpftem Wohnzimmer benutzt wird.
Der Hochtonbereich ist meist unproblematisch, da die Empfindlichkeit des Hörapparates hier meist schon deutlich abnimmt und je nach Musikart nur wenig komplexe Töne enthält.
Je tiefer die Töne im Tieftonbereich werden, desto mehr nimmt die Empfindlichkeit des Gehörs ab. Trotzdem spielt der Tieftonbereich bei der Audiowiedergabe eine große Rolle. Er ist maßgeblich daran beteiligt ein ausgewogenes Klangbild zu erzeugen. Eine Atmosphäre zu erzeugen, die einem Original wie einem Konzert, einem Theaterstück oder einen Film, gleich ist ohne die ganze Bandbreite an Frequenzen kaum möglich.
Der Tieftonanteil einer Lautsprecherbox ist stark an das Gehäusevolumen gebunden so dass eine große Box in der Regel tiefere Töne erzeugen kann als eine kleine.
Ein weiterer Bereich der in der Vergangenheit nur wenig berücksichtigt wurde, ist der Infraschall Bereich. Mit dem Infraschall sind sehr tiefe Töne gemeint, die vom menschlichen Gehör nur wenig bis gar nicht wahrgenommen werden können. Lediglich die durch den Schall entstehenden Vibrationen z.B. an Möbeln sind spürbar. Dieser Bereich bekommt vor allem im Heimkinobereich durch steigende Tonqualität immer mehr an Bedeutung.

Inhalt - Grundlagen
>Schall und Gehör<
>Warum ein Gehäuse<
>Gehäusearten<
>Schallwandlerarten und Anordnung<
>Frequengang und Frequenzweichen<