Inhalt - Fräsen mit EMC
Mit EMC 2 können Werkzeuge über G38
und o-words automatisch vermessen und in die Werkzeugtabelle eingetragen werden.
EMC 2 einrichten mit dem Stepper Configuration Wizard

Der nächste Schritt ist das Einrichten der CNC-Maschine. Dafür gibt es in EMC 2 eigens ein Assistenten für die Einrichtung von Schrittmotor-CNC-Maschinen, den Stepcon-Wizard.  Die Einrichtung von Servo-Motoren ist mit dem Wizard nicht möglich und muss statt dessen manuell vorgenommen werden.
Die fogende Einrichtung bezieht sich auf die Einrichtung einer High-Z S-1000 von der Seite cnc-step.com und dient als Beispiel auch für andere Maschinen.
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Das Impuls Timing
Die ersten Angaben die der Stepper Configuration Wizard wissen möchte, sind auch gleichzeitig die schwierigsten, die Impuls und Pausenzeiten für die Schrittmotoren-Endstufen.
Die Zeiten werden normalerweise nicht unbedingt von Herstellern angegeben, und sind deshalb eher auf umwegen zu bekommen.  Im Falle du High-Z wird auf der Internefseite des Herstellers ein Teil der Endstufen Schaltung  preisgegeben aus der unter anderem die Typenbezeichnung für den verwendeten Endstufen IC hervor geht. Mit der  Typen- Zeichnung kann das ent sprechende Datenblatt eingesehen werden, aus dem  wiederum diese Zeiten herausgelesen werden können.
Mit etwas Glück kann man sich diese Mühe allerdings sparen und in dem Prop -Down Menü bereits den  richtigen Endstufentyp finden.
Ist weder der eine noch der andere Weg erfolgversprechend gibt es noch eine weitere Methode: Das Ausprobieren.  Beim ausprobieren fängt man am besten mit relativ Hohen Werten  an, wie z.B. 5000ns für die Schrittzeiten und 20000ns für die Richtungswechsel-Zeiten. Verfährt die Maschine in den späteren Schritten ohne Fehler, ruft man den Wizard später erneut auf und verringert  die Werte zwischen 500 und 1000ns und probiert erneut.
War z.B. beim Wert 3000ns noch alles in Ordnung, beim Wert 2000ns werden jedoch unregelmäßigkeiten hörbar, dann sollte Zur Sicherheit der Wert 3500 oder 4000ns gewählt werden damit die Endstufe auch in kniffeligen Situationen gut zurecht kommt .

Der Parallelport
Zum ansteuern der Maschinen wird wie schon erwähnt der Parrallel- oder Druckerport benutzt. Er kann minimal nur zur Ansteuerung der Schrittmotoren genutzt werden, er kann allerdings auch die Spindel, Kühlmittel, und Kühlnebel ein- und ausschalten, Drehzahl über eine analoge Spannung steuern, es können Inkrementalgeber angeschlossen werden um Folgefehler zu ermitteln, usw.
Falls die Anzahl der zur verfügung stehenden Ein- und Ausgänge nicht ausreicheicht, können weitere Parallelport-Steckkarten für wenig Geld erworben und zusätzlich auch im Wizard eingerichtet werden.

Bis zu 4-Achsen lassen sich jedoch mit einem Druckerportsteuern, und dieser ist im Normalfall bereits mit der richtigen Adresse ausgewählt, so dass diese Option nur übernommen werden muss.

Maximale Systemtaktabweichung
Die maximale Systemtaktabweichung sollte nicht zu "gutmütig" ausgewählt werden, da sie dem PC quasi in eine Leistungsklasse einordnet, kann er diese Leistung jedoch nicht erbringen, so ergeben sich Abstürze, Schrittverluste, Systeminstabilitäten, Datenverluste, und und und.   Bekommt man beim arbeiten mit EMC eine Meldung in der von FOLLOWING ERROR die rede ist, so bedeutet das im Falle der Schrittmotorensteuerung das hier etwas höhere Werte gewählt werden müssen. Auch wenn es den Eindruck macht das die Maschine nach  so einem Fehler normal weiterarbetet, es gibt bestimmte Funktionen wie o-word die dann nicht mehr richtig ausgeführt werden. Ein Neustart des Pogrammes ist deshalb dringend angeraten.

Wie der richtige Wert ermittelt wird und was er Bedeutet kann hier nachgelesen werden.
Die Konfiguration der Druckerschnittstelle
Für die Einrichtung der Schnittstellenbelegung wird in der Regel nur die Doku der CNC-Maschine benötigt. Ist dort keine Anschlussbelegung der Schrittmotoren-Endstufe zu finden, kann die vorherige Software mit der gearbetet wurde evtl. weiter helfen. Und wem das nicht hilft der kann vielleicht was mit den beiden Vorkonfigurationen für Xylotex oder Sherline anfangen.

Bei der Wahl der Referanzschalter wird davon ausgegangen, dass es sich um Schließerkontakte handelt, die an der Schnittstelle angeschlossen werden. Sind statt Schließer Offner im Einsatz, muss hier das Häckchen für die Invertierung gesetzt werden.


Ob die Invertierungen für die Richtungssignale gesetzt werden muss kann beim späteren Probefahren herausgefunden werden und mit einem erneuten Aufruf des Wizards korrigiert werden.
Optional können hier auch schon digitale Ein- und Ausgänge gewählt werden. Möchte man Beispielsweise Lampen, Ventilatoren, oder ähnliches whärend eine G-Code Programmes schalten, kann der Digitalausgang02 z.B. mit dem Befehl M64 P02 eingeschaltet und mit dem Befehl M65 P02 ausgeschaltet werden. Nähere Infos hierzu sind in der G-Code Referenz zu finden.


Konfiguration der Achsen
Nun geht es an die mechanischen Einzelheiten. Damit EMC 2 maß nehmen kann muss es wissen wie groß die "Strecke" ist die tatsächlich zurückgelegt wird wenn der Schrittmotor sich einen Schritt weiter bewegt.
Das braucht allerdings nicht aufwendig gemessen werden sondern kann von EMC2 selbst errechnet werden. Die dafür nötigen Werte können bei der Achsenkonfiguration eingegeben werden.
Zuerst sollte man alles eingeben was man herausfinden konnte über Datenblätter der vorherigen Software oder durch messen.
Ist danach z.B. nicht bekannt welche Mikroschritte gewählt werden sollen, dafür aber der Wert für die

Ahnzahl der Schritte die pro mm zurückgelegt werden müssen, kann man den Wert der Mikroschritte auf die berechneten Werte unterhalb des Eingabebereichs im Wizardfenster abstimmen bis es passt.
Sind die Schrittmotoren direkt ohne Getriebe oder Riemen mit der Gewindespindel verbunden, ist der Wert für die Untersetzung 1:1.
Mit dem Knöpfchen "Achse testen" kann man sofort sehen ob der Parallelport wie geplant funktioniert, ob Richtungen invertiert werden müssen, und auch ob die Angaben zur Achse korrekt waren.
Angaben zur Referenzfahrt
Bei den Angaben in dieser Rubrik kann es durch die vielen Möglichkeiten schnell zu verwirrungen kommen, deshalb auch ein paar Worte dazu:
Der Referenzpunkt beschreibt die Stelle die nach der Referenzpunktermittlung angefahren wird.
Der Verfahrweg gibt an in welchem Bereich verfahren werden darf.
Rererenzschalter meint die Position an der sich der schalter befindet. Dies muss nicht wie oft üblich an Position 0 sein,sondern kann ebenso mittern im Verfahrbereich sein.
Referenzgeschwindigkeit gibt die Geschwindigkeit an mit der die Referenzschalter gesucht werden sollen.

Die Geschwindigkeit darf dabei nur so hoch sein, dass die Referenzschalter auch mit dem geltenden Bremsweg nicht mit den Achsen kollidieren oder den schalter überfahren.
Auch die Suchrichtung muss zusammen mit der Geschwindigkeit angegeben werden. Muss der Positions-Wert sich beim suchen der schalter verringern und/oder in den negativen Bereich laufen, dann muss die Geschwindigkeit mit einem negativen Vorzeichen versehen werden.
Je nachdem wo der Referenzschalter sich befindet, muss die Richtung zur Übernahme des Referenzschalters gewählt werden.
Erweiterte Konfiguration
Wer möchte kann hier diverse zusätzliche Funktionen einrichten, dazu gehört z.B. das einrichten einer Software-SPS, falls auch pneumatische Ventile, Absaugungsanlagen, Frequenzumrichter, usw. gesteuert und geregelt werden sollen. Der ClassicLadder PLC dient so einer Erweiterung.
Über PYVCP können auch Bedienelemente in der Benutzeroberfläche integriert werden, die das steuern z.B. von ClassicLadder Bausteinen ermöglicht, um Werte oder schaltzustände anzeigen zu lassen.
Prinzipell richtet sich diese Seite allerdings eher an diejenigen, die nicht das erstemal eine Maschine einrichten. Hat man so eine Erweiterungen bereits erstellt und in Dateiform abgespeichert, kann diese Erweiterung hier für die Konfiguration einer weiteren Maschine ausgewählt werden.
Die Erweiterungen mit HAL, PYVCP und dem ClassicLadder können aber ebensogut und besser nach dem Wizard eingerichtet werden. 

Nach dem Beenden des Wizards kann EMC2 das erste mal gestartet und getestet werden. Für die eine oder andere Verbesserung ist es wahrscheinlich erforderlich den Wizard erneut aufzurufen und die bestehende Konfiguration zu modifizieren.
EMC2 ist von hier an in der Lage alle G-Code Befehle auszuführen und sich innerhalb der vorgegebenen Grenzen zu bewegen. Mit PYVCP, HAL und o-words können weitere sehr nützliche Erweiterungen bis hin zum vollautomatischen steuern von Werkzeugwechslern oder Werkzeugvermessungen eingerichtet werden. 

Für die meisten die mit EMC 2 nun ihre ersten Versuche unternehmen wird es einige neue Befehle unter den  G-Codes von EMC2 geben, auch wenn die meiste Arbeit für die G-Code Pogramme von einer modernen CAD-Software evtl. schon übernommen wird, lohnt es sich die G-Code Referenz einmal anzugucken.

Wichtig auch für die ersten Versuche ist G61, G61.1 und G64. Mit diesen Befehlen wird der Verfahrmodus geändert. EMC 2 ist in der Lage mit G61 exakt dem in einer G-Code Datei programmiertem Weg zu fogen und erzielt dadurch sehr präzise Ergebnisse. G61.1 verfährt nicht dem exakten Weg sondern steuert exakt die programmierten Punkte an, was z.B. bei Radien von bedeutung sein kann.  Beide Verfahrmodis haben allerdings den Nachteil, dass sich die Präzision in der Abarbeitungzeit niederschlägt.
Für viele Anwendungen ist diese Präzision allerdings nicht erforderlich, daher kann mit G64 die tatsächlich erforderliche Toleranz angegeben werden was die Abarbeitungsgeschwindigkeit in vielen Fällen ERHEBLICH beschleunigen wird.
Sind im Wizard als Einheit mm ausgewählt worden, lautet der Befehl zum verfahren mit +-0.2mm Toleranz:
G64 P0.2  


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